CSD Rostock e.V.

CSD in Rostock 20.07.2024

CSD-Motto 2024: Vielfalt tut gut.

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Das diesjährige CSD-Motto „Vielfalt tut gut.“ klingt ganz gewollt wie unser Landes-Motto – „MV tut gut.“ Damit erinnern wir die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern daran, dass MV allen Menschen gut tun soll. Wir fordern sie dazu auf, marginalisierte Gruppen wie die queere Community vor rechter Gewalt zu schützen und die Vielfalt unseres Bundeslandes zu verteidigen. Die Wahlergebnisse für die Europäische Union und die Rostocker Bürgerschaft zeigen: Der Rechtsruck ist real und der Zuspruch für rechte bzw. rechtextreme Positionen wächst! Damit steigt die Gefahr für marginalisierte Gruppen wie die queere Community und wird auch das queere Leben in MV unsicherer. Der Anstieg queerfeindlicher Straftaten in den letzten Jahren ist eine unmittelbare Folge dieser Entwicklungen. Hinzu kommt das gefährliche Selbstbewusstsein rechtsextremer Stimmen, deren queerfeindliche, rassistische, antisemitische, sexistische und ableistische Botschaften ein Klima von Hass, Angst, Intoleranz und Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft befeuern. Der CSD Rostock 2024 will mit „Vielfalt tut gut.“ auf diese Gefahr aufmerksam machen und den dringenden Handlungsbedarf für den Schutz queerer Menschen hervorheben.

Unser Motto baut auch auf unseren offenen Brief aus dem Februar 2024 an Manuela Schwesig in ihrer Funktion als Bundesratspräsidentin auf, den mit uns 20 queere Vereine und Initiativen aus MV unterzeichnet haben. Darin appellieren wir an sie, die Möglichkeiten eines Parteiverbotsverfahrens gegen die AfD prüfen zu lassen. Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster gibt dieser Forderung nun Rückenwind: Die AfD darf vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft werden. Umso wichtiger ist es jetzt, dran zu bleiben!

„Vielfalt tut gut.“ verdeutlicht außerdem die Stärke der vielfältigen, progressiven Vereine und Initiativen in unserer Stadt. Denn wir sind nicht allein: Viele Menschen in Rostock engagieren sich – zumeist ehrenamtlich – für eine bessere und menschlichere Gesellschaft und positionieren sich gegen den Rechtsruck. Wir spüren unheimlich viel Rückhalt aus unterschiedlichen Richtungen der Zivilgesellschaft: etwa aus Gewerkschaften, Sportvereinen, Clubs und Bars, Jugendverbänden, Studierendenvertretungen, der Kunst- und Kulturszene, der Geflüchtetenhilfe und Demokratieprojekten. Wir sind stolz darauf, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein und dankbar für die gegenseitige Unterstützung – denn die Vielfalt von Engagement tut eben tatsächlich gut.